Asien

Reiseimpfungen für Japan: Was Sie wirklich brauchen

Für Japan gilt bei der Einreise: Kein Nachweis vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt vor allem einen vollständigen Standardimpfschutz, je nach Reiseart kommen weitere Impfungen hinzu. Malaria: Kein bekanntes Risiko.

Redaktion promovax.eu · Stand Okt. 2026 · Quellen: Auswärtiges Amt, WHO, DTG

Japan auf einen Blick

Einreise: Gelbfieber-Nachweis

Kein Nachweis vorgeschrieben

Für die Einreise nach Japan sind laut AA keine Impfungen vorgeschrieben. Auch die WHO-Liste nennt für Japan keine Gelbfieber-Vorschrift.

Je nach Reiseart bei Langzeitaufenthalt, besonderer Exposition oder individueller Indikation
Japanische Enzephalitis bei Langzeitaufenthalt oder Aufenthalten in ländlichen Gebieten
Standardimpfungen laut STIKO-Impfkalender, für jede Reise
Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio, Masern Das Auswärtige Amt hebt für dieses Land den Masernschutz besonders hervor. Lassen Sie Ihren Impfpass vor der Reise prüfen.

Malaria

Kein bekanntes Risiko

Für Japan nennt das AA kein Malariarisiko, und in der DTG-Ländertabelle 2026 ist Japan nicht als Malariagebiet aufgeführt.

Weitere Gesundheitshinweise

  • Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist in Japan endemisch, mit guter Händehygiene ist laut AA kein erhöhtes Risiko für reisende Kinder zu erwarten.
  • Das AA rät, sich über aktuelle Luftwerte zu informieren.

Keine Dosierungen oder Impfschemata: Was für Sie infrage kommt, klärt die reisemedizinische Beratung.

Für Japan brauchen Sie keine Pflichtimpfung, auch kein Gelbfieber-Nachweis ist vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt vor allem, die Standardimpfungen nach dem STIKO-Impfkalender aktuell zu halten, insbesondere den Schutz gegen Masern. Als Reiseimpfung nennt es nur Japanische Enzephalitis, und zwar bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition in ländlichen Gebieten. Ein Malariarisiko besteht nicht.

Einreise: keine Pflichtimpfungen

Laut Auswärtigem Amt sind für die Einreise nach Japan keine Impfungen vorgeschrieben. Auch die WHO-Liste nennt für Japan keine Gelbfieber-Vorschrift, und Japan ist kein Gelbfiebergebiet. Wenn Sie Japan mit weiteren Zielen kombinieren, etwa mit China, richten sich die Empfehlungen nach dem Land mit den höchsten Anforderungen.

Empfohlene Impfungen nach Reiseart

Japan gilt reisemedizinisch als unkompliziertes Reiseziel. Die Übersichtstabelle auf dieser Seite zeigt, was für alle Reisenden gilt und was nur nach individueller Abwägung infrage kommt. Für die meisten Urlaubsreisen reicht ein vollständiger Basisschutz.

Reiseart Typische Fragen für die Beratung
Städtereise nach Tokio, Kyoto oder Osaka Standardimpfungen, insbesondere Masern
Rundreise mit der Bahn Standardimpfungen, Reiseapotheke, Medikamente für unterwegs
Wandern oder Wintersport Standardimpfungen, Unfallschutz und Versicherung
Langzeitaufenthalt, Studium oder Arbeit auf dem Land zusätzlich Japanische Enzephalitis besprechen
Reise mit Kindern Standardimpfungen der Kinder, Händehygiene

Für alle Reisenden

Prüfen Sie anhand Ihres Impfpasses, ob Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Masern aktuell sind. Das Auswärtige Amt weist ausdrücklich darauf hin, dass ein ausreichender Masernschutz sichergestellt sein sollte, bei Ihnen und bei Ihren Kindern. Was die STIKO für Erwachsene empfiehlt, lesen Sie im Ratgeber Standardimpfungen für Erwachsene. Für kurze Städtereisen führt das Auswärtige Amt keine besondere Reiseimpfung auf.

Japanische Enzephalitis bei längeren Aufenthalten

Die Japanische Enzephalitis ist eine Entzündung des Gehirns, die durch Viren verursacht und von nachtaktiven Stechmücken übertragen wird. Als Wirte dienen vor allem Schweine und Wasservögel. Erkrankungen beim Menschen sind selten, verlaufen dann aber häufig schwer, und es gibt laut Auswärtigem Amt keine wirksamen Medikamente gegen das Virus. Deshalb empfiehlt das Auswärtige Amt die Impfung bei Langzeitaufenthalten oder bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten. Wer etwa ein Auslandssemester plant, längere Zeit in landwirtschaftlich geprägten Regionen verbringt oder dort arbeitet, sollte das ärztlich besprechen. Eine erste Einschätzung gibt der Reiseimpf-Check.

Malaria und Mückenschutz

Für Japan nennt das Auswärtige Amt kein Malariarisiko, und in der Ländertabelle der DTG 2026 ist Japan nicht als Malariagebiet aufgeführt. Eine Malariavorbeugung ist daher kein Thema. Wegen der Japanischen Enzephalitis ist Mückenschutz in ländlichen Gebieten aber sinnvoll, vor allem bei längeren Aufenthalten. Bewährt haben sich Mückenschutzmittel, lange Kleidung und, wo nötig, ein Moskitonetz. Praktische Tipps finden Sie im Ratgeber Dengue und Mückenschutz.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit und Hygiene

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird durch Entero- und Coxsackieviren über Kontakt oder Tröpfchen übertragen. Sie ist in Japan endemisch und führte in den vergangenen Jahren immer wieder zu Ausbrüchen. Mit guter Händehygiene und ohne engen Kontakt zu Erkrankten ist laut Auswärtigem Amt nicht mit einer erhöhten Gefährdung von Reisenden, auch von Kindern, zu rechnen. Reisen Sie mit Kindern, packen Sie Desinfektionsmittel für die Hände ein und achten Sie besonders auf Händewaschen vor dem Essen.

Für die Luftqualität rät das Auswärtige Amt, sich über aktuelle Werte zu informieren. Das ist vor allem für Menschen mit Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen hilfreich.

Medizinische Versorgung vor Ort

Die medizinische Versorgung in Japan ist laut Auswärtigem Amt mit Europa vergleichbar und technisch wie hygienisch unproblematisch. Schwierig kann die Verständigung sein. In den großen Städten gibt es englisch- und deutschsprachige Ärztinnen und Ärzte, deren Kontakte Sie bei den deutschen Vertretungen in Japan erfragen können. Viele Krankenhäuser behandeln ausländische Patienten nur gegen Vorkasse. Das Auswärtige Amt empfiehlt deshalb eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung für die gesamte Dauer des Aufenthalts.

Medikamente und Haustiere

Nehmen Sie regelmäßig benötigte Medikamente in ausreichender Menge mit und bewahren Sie eine ärztliche Bescheinigung auf Englisch auf. Für manche Medikamente gelten bei der Einreise besondere Regeln, informieren Sie sich deshalb vorab bei den japanischen Stellen über Anmeldepflichten und Freigrenzen. Was in eine Reiseapotheke gehört, lesen Sie im gleichnamigen Ratgeber.

Wer mit Hund oder Katze nach Japan reisen möchte, braucht sehr viel Vorlauf: Japan verlangt einen Nachweis der Immunität gegen Tollwut über einen Bluttest, danach gilt laut Auswärtigem Amt eine Wartefrist von 180 Tagen, bevor das Tier einreisen darf.

Wann Sie die Beratung einplanen sollten

Für eine kurze Städtereise genügt meist ein Blick in den Impfpass und ein Termin in Ihrer Hausarztpraxis, um fehlende Standardimpfungen nachzuholen. Planen Sie einen längeren Aufenthalt in ländlichen Regionen, sollten Sie früher beginnen. Laut STIKO und DTG sollten Reiseimpfungen spätestens zwei Wochen vor Reisebeginn abgeschlossen sein. Wie Sie die Termine rückwärts planen, zeigt der Ratgeber Impfzeitplan vor der Reise. Eine Praxis mit reisemedizinischem Schwerpunkt finden Sie im Verzeichnis Reisemedizin.

Häufige Fragen zu Japan

Brauche ich Impfungen für eine Japanreise?

Vorgeschrieben ist laut Auswärtigem Amt keine Impfung. Sie sollten aber Ihre Standardimpfungen nach STIKO auf dem aktuellen Stand haben, insbesondere gegen Masern.

Ist die Impfung gegen Japanische Enzephalitis für Japan nötig?

Für typische Städte- und Rundreisen nennt das Auswärtige Amt sie nicht. Empfohlen wird sie bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition in ländlichen Gebieten, ob das auf Sie zutrifft, klären Sie in der reisemedizinischen Beratung.

Gibt es in Japan Malaria?

Nein. Das Auswärtige Amt nennt für Japan kein Malariarisiko, und in der Ländertabelle der DTG 2026 ist Japan nicht als Malariagebiet aufgeführt.