Asien

Reiseimpfungen für Nepal: Empfehlungen, Tollwut und Trekking

Für Nepal gilt bei der Einreise: Nachweis nur bei Einreise aus Gelbfiebergebiet. Das Auswärtige Amt empfiehlt für alle Reisenden Hepatitis A und Typhus, je nach Reiseart kommen weitere Impfungen hinzu. Malaria: Geringes Risiko.

Redaktion promovax.eu · Stand Okt. 2026 · Quellen: Auswärtiges Amt, WHO, DTG

Nepal auf einen Blick

Einreise: Gelbfieber-Nachweis

Nachweis nur bei Einreise aus Gelbfiebergebiet (ab 9 Monate)

Für die direkte Einreise aus Deutschland ist keine Impfung vorgeschrieben. Bei Einreise aus Gelbfieber-Endemiegebieten müssen alle Personen ab 9 Monaten einen gültigen Impfschutz nachweisen.

Für alle Reisenden empfohlen laut Auswärtigem Amt
Hepatitis A
Typhus
Je nach Reiseart bei Langzeitaufenthalt, besonderer Exposition oder individueller Indikation
Hepatitis B
Tollwut das AA misst der vorbeugenden Impfung für Nepal besondere Bedeutung bei, da die Behandlung nach Bissen vor Ort nicht immer möglich ist
Japanische Enzephalitis Risiko in allen Provinzen, die meisten Fälle im Süden, vereinzelt auch im Kathmandu-Tal
Cholera nur sehr selten angezeigt, etwa bei Arbeit mit Cholerapatienten
Standardimpfungen laut STIKO-Impfkalender, für jede Reise
Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio, Masern Das Auswärtige Amt hebt für dieses Land den Masernschutz besonders hervor. Lassen Sie Ihren Impfpass vor der Reise prüfen.

Malaria

Geringes Risiko

Ein geringes Risiko besteht ganzjährig unter 2.500 Metern, vor allem in den Terai-Distrikten nahe der Grenze zu Indien einschließlich der Nationalparks Chitwan und Bardia. Kathmandu, Pokhara und Höhenlagen über 2.500 Metern gelten als malariafrei. Schützen Sie sich in der Dämmerung und nachts konsequent vor Mückenstichen.

Weitere Gesundheitshinweise

  • Beim Trekking in großen Höhen ist akute Höhenkrankheit möglich, oft fehlt die Zeit für eine stufenweise Anpassung.
  • Dengue wird landesweit übertragen, nachweislich auch in Kathmandu, und betrifft zunehmend Reisende.
  • In den trockenen Monaten von November bis Mai belasten Waldbrände die Luft, besonders für Menschen mit Lungenerkrankungen.
  • Durchfallerkrankungen sind häufig, trinken Sie nur Wasser sicheren Ursprungs und kein Leitungswasser.

Keine Dosierungen oder Impfschemata: Was für Sie infrage kommt, klärt die reisemedizinische Beratung.

Für eine Reise direkt aus Deutschland nach Nepal sind keine Impfungen vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus sowie aktuelle Standardimpfungen nach dem STIKO-Impfkalender, insbesondere gegen Masern. Bei längeren Aufenthalten oder besonderer Exposition kommen Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis hinzu, wobei das AA der Tollwutimpfung für Nepal besonderes Gewicht gibt. Malaria spielt nur im Tiefland eine geringe Rolle, beim Trekking ist die Höhe ein eigener Risikofaktor.

Einreise und Gelbfieber

In Nepal wird laut WHO kein Gelbfieber übertragen. Für die direkte Einreise aus Deutschland ist keine Impfung vorgeschrieben. Wer aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreist, muss laut Auswärtigem Amt ab einem Alter von 9 Monaten einen gültigen Impfschutz nachweisen. Die WHO-Liste nennt zusätzlich Transitaufenthalte von mehr als 12 Stunden in solchen Gebieten. Wenn Ihre Reise über Afrika oder Südamerika führt, klären Sie die Regeln daher vorab mit der nepalesischen Botschaft. Mehr im Ratgeber Gelbfieberimpfung.

Empfohlene Impfungen nach Reiseart

Nepal ist vor allem ein Ziel für Trekking im Himalaya, dazu kommen Kulturreisen nach Kathmandu und Pokhara sowie Safaris im Chitwan-Nationalpark. Viele Reisende verbinden mehrere dieser Elemente. Die Übersichtstabelle auf dieser Seite zeigt die Einstufung des Auswärtigen Amtes.

Reiseart Typische Fragen für die Beratung
Kulturreise Kathmandu und Pokhara Hepatitis A, Typhus, Standardimpfungen, Dengue-Schutz
Trekking im Himalaya Tollwut, Höhenmedizin, Versicherung mit Bergung
Safari in Chitwan oder Bardia Malaria-Mückenschutz, Japanische Enzephalitis
Freiwilligenarbeit, einfache Unterkünfte Tollwut, Hepatitis B, Lebensmittelhygiene
Langzeitaufenthalt, Arbeit oder Studium Hepatitis B, Tollwut, Japanische Enzephalitis

Für alle Reisenden

Hepatitis A und Typhus werden über verunreinigte Lebensmittel und Wasser übertragen. Das Auswärtige Amt empfiehlt beide Impfungen für jede Nepalreise. Prüfen Sie außerdem Ihren Impfpass auf die Standardimpfungen, das AA hebt den Masernschutz ausdrücklich hervor.

Bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition

Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis empfiehlt das Auswärtige Amt bei längeren Aufenthalten oder besonderer Exposition. Die Japanische Enzephalitis kommt in allen Provinzen vor, die meisten Fälle gibt es im Süden, vereinzelt auch im Kathmandu-Tal. Eine Impfung gegen Cholera ist nur sehr selten angezeigt, etwa bei der Arbeit mit Cholerapatienten. Eine erste Orientierung bietet der Reiseimpf-Check.

Tollwut beim Trekking

Bei der Tollwut setzt das Auswärtige Amt für Nepal einen deutlichen Schwerpunkt: Die vorbeugende Impfung hat hier besondere Bedeutung, weil die Behandlung nach Bissen vor Ort nicht immer möglich ist. Auf abgelegenen Trekkingrouten kann die nächste geeignete Klinik weit entfernt sein. Füttern Sie keine Affen, meiden Sie streunende Hunde und halten Sie Abstand zu Tieren in Dörfern und an Tempeln. Nach einem Biss, einem Kratzer oder dem Belecken verletzter Haut waschen Sie die Stelle sofort mindestens 15 Minuten mit Seife und Wasser aus und suchen umgehend ärztliche Hilfe, auch wenn Sie geimpft sind. Mehr dazu unter Tollwut auf Reisen.

Höhe und Trekking

Beim Trekking in großen Höhen ist eine akute Höhenkrankheit möglich, oft fehlt die Zeit für eine stufenweise Anpassung. Das Auswärtige Amt rät, sich vor Touren über 2.300 Meter höhenmedizinisch beraten zu lassen. Planen Sie genug Zeit zur Anpassung ein und achten Sie darauf, dass Ihre Versicherung eine Hubschrauberbergung abdeckt. Wer Vorerkrankungen hat, sollte die geplante Route mit der Ärztin oder dem Arzt durchgehen.

Malaria und Dengue

Laut DTG-Ländertabelle 2026 und Auswärtigem Amt besteht ganzjährig ein geringes Malariarisiko unter 2.500 Metern, vor allem in den Terai-Distrikten nahe der Grenze zu Indien einschließlich der Nationalparks Chitwan und Bardia. Kathmandu, Pokhara und Höhenlagen über 2.500 Metern gelten als malariafrei. Schützen Sie sich in der Dämmerung und nachts konsequent vor Mückenstichen. Mehr dazu im Ratgeber Malaria.

Dengue wird landesweit übertragen, nachweislich auch in Kathmandu, und betrifft zunehmend Reisende. Die Mücken stechen tagsüber, Mückenschutz gehört deshalb auch bei einer Kulturreise ins Gepäck. Die Dengue-Impfung empfiehlt die STIKO derzeit nur Personen ab vier Jahren, die bereits eine labordiagnostisch gesicherte Dengue-Infektion hatten.

Wasser, Hygiene und Luft

Durchfallerkrankungen sind in Nepal häufig. Trinken Sie nur Wasser sicheren Ursprungs und kein Leitungswasser, und achten Sie auf Lebensmittelhygiene. In den trockenen Monaten von November bis Mai belasten Waldbrände die Luft, was besonders Menschen mit Lungenerkrankungen betrifft.

Medizinische Versorgung vor Ort

Eine ausreichende Grundversorgung gibt es laut Auswärtigem Amt in Kathmandu, an Touristenzielen und entlang der großen Trekkingrouten, sonst ist sie oft unzureichend. Medikamente sind nicht immer zuverlässig, nehmen Sie daher eine eigene Reiseapotheke mit.

Wann Sie zur Beratung gehen sollten

Laut STIKO und DTG sollten Reiseimpfungen spätestens zwei Wochen vor Reisebeginn abgeschlossen sein. Einige Impfungen brauchen mehrere Termine, beginnen Sie also früh, siehe Zeitplan vor der Abreise. Wer Nepal mit Indien kombiniert, bespricht beide Länder am besten in einem Termin. Praxen finden Sie unter Reisemedizin.

Häufige Fragen zu Nepal

Gibt es Pflichtimpfungen für Nepal?

Für die direkte Einreise aus Deutschland nicht. Laut Auswärtigem Amt müssen alle Personen ab 9 Monaten, die aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen, einen gültigen Impfschutz nachweisen.

Brauche ich für Nepal eine Tollwutimpfung?

Das Auswärtige Amt misst der vorbeugenden Tollwutimpfung für Nepal besondere Bedeutung bei, weil die Behandlung nach einem Biss vor Ort nicht immer möglich ist. Das gilt besonders beim Trekking fernab größerer Städte. Ob die Impfung für Ihre Reise sinnvoll ist, klären Sie in der reisemedizinischen Beratung.

Gibt es in Nepal Malaria?

Laut DTG und Auswärtigem Amt besteht ganzjährig ein geringes Risiko unter 2.500 Metern, vor allem im Terai nahe der Grenze zu Indien einschließlich der Nationalparks Chitwan und Bardia. Kathmandu, Pokhara und Höhenlagen über 2.500 Metern gelten als malariafrei.