Asien
Reiseimpfungen für die Philippinen: Empfehlungen, Malaria und Dengue
Für Philippinen gilt bei der Einreise: Nachweis nur bei Einreise aus Gelbfiebergebiet. Das Auswärtige Amt empfiehlt für alle Reisenden Hepatitis A, je nach Reiseart kommen weitere Impfungen hinzu. Malaria: Regional unterschiedlich.
Redaktion promovax.eu · Stand Okt. 2026 · Quellen: Auswärtiges Amt, WHO, DTG
Philippinen auf einen Blick
Einreise: Gelbfieber-Nachweis
Nachweis nur bei Einreise aus Gelbfiebergebiet (ab 1 Jahr)
Für die direkte Einreise aus Deutschland ist keine Impfung vorgeschrieben. Wer aus einem Gelbfiebergebiet kommt oder dort mehr als 12 Stunden im Transit war, muss laut AA ab einem Alter von einem Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Malaria
Regional unterschiedlich
Laut AA und DTG besteht ganzjährig ein hohes Risiko im südlichen und ein mittleres Risiko im mittleren Drittel der Insel Palawan. Ein geringes Risiko gilt für den Norden Palawans sowie für Mindanao und einige weitere Inseln wie Cebu oder Busuanga, Manila und der übrige Landesteil gelten als malariafrei. Für Reisen nach Palawan sollten Sie Vorsorge oder Notfallmedikament ärztlich besprechen.
Weitere Gesundheitshinweise
- Dengue, Chikungunya und Zika kommen ganzjährig landesweit vor, Mückenschutz ist tagsüber wie nachts wichtig.
- Nach Überschwemmungen, etwa durch Taifune, treten Leptospirose-Infektionen gehäuft auf, meiden Sie Überschwemmungswasser.
- Schistosomiasis kann schon bei kurzem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden, verzichten Sie auf das Baden in Binnengewässern.
- Tuberkulose ist landesweit deutlich häufiger als in Mitteleuropa.
Keine Dosierungen oder Impfschemata: Was für Sie infrage kommt, klärt die reisemedizinische Beratung.
Für eine Reise direkt aus Deutschland auf die Philippinen sind keine Impfungen vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden eine Impfung gegen Hepatitis A und aktuelle Standardimpfungen nach dem STIKO-Impfkalender, insbesondere gegen Masern. Bei längeren Aufenthalten, einfachen Reisebedingungen oder Tierkontakt sind Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Japanische Enzephalitis zu besprechen. Malaria ist vor allem auf Palawan ein Thema, Dengue kommt landesweit vor.
Einreise und Gelbfieber
Auf den Philippinen wird laut WHO kein Gelbfieber übertragen. Wer aus einem Gelbfiebergebiet einreist oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufgehalten hat, muss laut Auswärtigem Amt ab einem Alter von einem Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Das betrifft zum Beispiel Reisende, die vorher in Teilen Afrikas oder Südamerikas unterwegs waren. Die WHO-Liste nennt für die Nachweispflicht ein abweichendes Mindestalter, fragen Sie bei Reisen mit kleinen Kindern daher vorab bei der philippinischen Botschaft nach. Mehr zur Impfung im Ratgeber Gelbfieberimpfung.
Empfohlene Impfungen nach Reiseart
Die Philippinen werden vor allem für Inselhopping, Strandurlaub und Tauchreisen besucht, etwa nach Palawan, Cebu oder Bohol, häufig mit einem Zwischenstopp in Manila. Welche Impfungen über Hepatitis A hinaus sinnvoll sind, hängt von Dauer, Unterkunft und Aktivitäten ab. Die Übersichtstabelle auf dieser Seite zeigt die Einstufung des Auswärtigen Amtes.
| Reiseart | Typische Fragen für die Beratung |
|---|---|
| Strandurlaub im Resort | Hepatitis A, Standardimpfungen, Mückenschutz am Tag |
| Inselhopping mit Palawan | Malaria-Vorsorge je nach Inselteil, Dengue |
| Tauchreise | Tauchmedizinische Untersuchung, Hepatitis A |
| Backpacking, einfache Unterkünfte, Land | Tollwut, Typhus, Japanische Enzephalitis |
| Langzeitaufenthalt, Arbeit oder Studium | Hepatitis B, Typhus, Tollwut, Japanische Enzephalitis |
Für alle Reisenden
Hepatitis A wird über verunreinigte Lebensmittel und Wasser übertragen und ist laut Auswärtigem Amt für jede Philippinenreise empfohlen. Prüfen Sie außerdem Ihren Impfpass auf die Standardimpfungen. Das AA hebt den Masernschutz ausdrücklich hervor.
Bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition
Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Japanische Enzephalitis empfiehlt das Auswärtige Amt nach individueller Indikation. Die Japanische Enzephalitis wird landesweit übertragen, besonders im Juni und Juli. Tollwut wird vor allem durch Hunde übertragen, und Impfstoffe sind vor Ort teils nur begrenzt erhältlich. Ob eine dieser Impfungen für Sie infrage kommt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Eine erste Orientierung bietet der Reiseimpf-Check.
Malaria auf den Philippinen
Laut DTG-Ländertabelle 2026 und Auswärtigem Amt besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im südlichen und ein mittleres Risiko im mittleren Drittel der Insel Palawan. Ein geringes Risiko gilt für den Norden Palawans sowie für Mindanao und einige weitere Inseln wie Cebu oder Busuanga. Manila und der übrige Landesteil gelten als malariafrei.
Für einen reinen Aufenthalt in Manila oder auf malariafreien Inseln steht der Mückenschutz in der Dämmerung und nachts im Vordergrund. Wer nach Palawan reist, sollte ärztlich besprechen, ob eine medikamentöse Vorsorge oder ein Notfallmedikament sinnvoll ist. Mehr dazu im Ratgeber Malaria.
Dengue, Chikungunya und Zika
Dengue, Chikungunya und Zika kommen laut Auswärtigem Amt ganzjährig landesweit vor. Die Viren werden von tagaktiven Mücken übertragen, Schutz ist also tagsüber wie nachts wichtig: mit Mückenschutzmitteln, heller, langer Kleidung und Moskitonetzen. Die Dengue-Impfung empfiehlt die STIKO derzeit nur Personen ab vier Jahren, die bereits eine labordiagnostisch gesicherte Dengue-Infektion hatten. Zika ist besonders in der Schwangerschaft relevant. Tipps im Ratgeber Dengue, Chikungunya, Zika.
Wasser, Überschwemmungen und Hygiene
Auf den Philippinen spielen einige Risiken eine Rolle, die direkt mit Wasser zu tun haben:
- Leptospirose: Nach Überschwemmungen, etwa durch Taifune, treten Infektionen gehäuft auf. Meiden Sie Kontakt mit Überschwemmungswasser.
- Schistosomiasis: Die Erreger können schon bei kurzem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden. Verzichten Sie auf das Baden in Flüssen und Seen.
- Trinkwasser und Essen: Trinken Sie nur Wasser sicheren Ursprungs und essen Sie gekochte oder selbst geschälte Speisen.
Tuberkulose ist laut AA landesweit deutlich häufiger als in Mitteleuropa. Wenn Sie engen Kontakt zur Bevölkerung haben werden, etwa in Gesundheitsberufen, sprechen Sie das in der Beratung an.
Tollwut und Tierkontakt
Meiden Sie den Kontakt zu streunenden Hunden, Katzen und Affen. Nach einem Biss, einem Kratzer oder dem Belecken verletzter Haut waschen Sie die Stelle sofort mindestens 15 Minuten mit Seife und Wasser aus und suchen umgehend ärztliche Hilfe, auch wenn Sie geimpft sind. Mehr dazu unter Tollwut auf Reisen.
Medizinische Versorgung vor Ort
In Manila und anderen Metropolen ist die ärztliche Versorgung laut Auswärtigem Amt in der Regel gegeben, in ländlichen Gebieten einschließlich des Rettungswesens meist nicht. Das AA empfiehlt eine Reisekrankenversicherung mit Rücktransport, vor Tauchreisen außerdem eine tauchmedizinische Untersuchung.
Wann Sie zur Beratung gehen sollten
Laut STIKO und DTG sollten Reiseimpfungen spätestens zwei Wochen vor Reisebeginn abgeschlossen sein. Einige Impfungen brauchen mehrere Termine, planen Sie also früh, siehe Zeitplan vor der Abreise. Wer die Philippinen mit Indonesien oder Vietnam kombiniert, bespricht am besten die gesamte Route in einem Termin. Praxen finden Sie unter Reisemedizin.
Häufige Fragen zu Philippinen
Gibt es Pflichtimpfungen für die Philippinen?
Für die direkte Einreise aus Deutschland nicht. Wer aus einem Gelbfiebergebiet kommt oder dort mehr als 12 Stunden im Transit war, muss laut Auswärtigem Amt ab einem Alter von einem Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Brauche ich für Palawan eine Malariaprophylaxe?
Laut DTG und Auswärtigem Amt besteht im Süden Palawans ganzjährig ein hohes und im mittleren Drittel ein mittleres Malariarisiko, im Norden ein geringes. Ob eine Vorsorge oder ein Notfallmedikament sinnvoll ist, hängt von Ihrem Reiseziel auf der Insel ab und sollte ärztlich besprochen werden.
Ist die Japanische Enzephalitis auf den Philippinen ein Risiko?
Laut Auswärtigem Amt wird die Japanische Enzephalitis landesweit übertragen, besonders im Juni und Juli. Eine Impfung wird nach individueller Indikation empfohlen, etwa bei längeren Aufenthalten oder Reisen in ländliche Gebiete.
Quellen
- Auswärtiges Amt: Philippinen, Reise- und Sicherheitshinweise (Gesundheit) (Stand unverändert gültig seit 28.09.2026)
- WHO: Countries with risk of yellow fever transmission and countries requiring yellow fever vaccination (Stand 2022, revidiert 2023)
- DTG: Empfehlungen zur Malariaprävention 2026, Ländertabelle (Stand Juni 2026)
- RKI: Epidemiologisches Bulletin 27/2026, Reiseimpfempfehlungen von STIKO und DTG (Stand 02.07.2026)