Europa und Naher Osten
Reiseimpfungen für die Vereinigten Arabischen Emirate: Dubai, Abu Dhabi und Zwischenstopp
Für Vereinigte Arabische Emirate gilt bei der Einreise: Nachweis nur bei Einreise aus Gelbfiebergebiet. Das Auswärtige Amt empfiehlt für alle Reisenden Hepatitis A, je nach Reiseart kommen weitere Impfungen hinzu. Malaria: Kein bekanntes Risiko.
Redaktion promovax.eu · Stand Okt. 2026 · Quellen: Auswärtiges Amt, WHO, DTG
Vereinigte Arabische Emirate auf einen Blick
Einreise: Gelbfieber-Nachweis
Nachweis nur bei Einreise aus Gelbfiebergebiet (ab 9 Monate)
Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung vorgeschrieben. Wer aus einem Gelbfiebergebiet einreist oder dort mehr als 12 Stunden im Transit war, muss ab neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Malaria
Kein bekanntes Risiko
Weder das AA noch die WHO-Länderliste nennen für die Vereinigten Arabischen Emirate ein Malariarisiko, eine Vorbeugung ist daher nicht vorgesehen.
Weitere Gesundheitshinweise
- MERS wird nach derzeitigem Wissen über Kamele und rohe Kamelmilch übertragen, meiden Sie diesen Kontakt.
- Intensive Sonneneinstrahlung kann Haut und Augen kurz- und langfristig schädigen.
- In großen Städten kann deutliche Feinstaubbelastung zu Beschwerden führen.
- Krim-Kongo-Fieber kommt selten vor und wird durch Zecken übertragen, schützen Sie sich bei Aufenthalten in der Natur.
Keine Dosierungen oder Impfschemata: Was für Sie infrage kommt, klärt die reisemedizinische Beratung.
Für die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ist bei direkter Einreise aus Deutschland keine Impfung vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt als Reiseimpfung Hepatitis A, dazu aktuelle Standardimpfungen. Hepatitis B und Typhus kommen nur unter besonderen Umständen in Betracht. Ein Malariarisiko nennen weder das Auswärtige Amt noch die WHO-Länderliste. Für eine Städtereise oder einen Badeurlaub in Dubai und Abu Dhabi ist die Vorbereitung daher meist überschaubar.
Einreise: Gelbfieber nur nach Aufenthalt in Risikogebieten
Wer direkt aus Deutschland in die Emirate reist, muss laut Auswärtigem Amt (AA) keine Impfung nachweisen. Anders ist es, wenn Sie aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder dort mehr als zwölf Stunden im Transit waren. Dann verlangen die VAE von allen Personen ab neun Monaten eine Gelbfieberimpfung.
Das betrifft vor allem Rundreisen, die vorher durch Länder mit Gelbfieber-Übertragungsrisiko führen, etwa in Afrika oder Südamerika. Viele Reisende nutzen Dubai oder Abu Dhabi außerdem als Drehkreuz. Bei einem Umstieg kommt es vor allem auf die Regeln Ihres Ziellandes an. Wer zum Beispiel nach dem Stopp auf die Malediven weiterfliegt, sollte die dortigen Hinweise prüfen. Einen Überblick über die wichtigsten Reiseimpfungen gibt der Ratgeber Reiseimpfungen im Überblick.
Empfohlene Impfungen laut Auswärtigem Amt
Die Tabelle oben auf dieser Seite fasst die Empfehlungen zusammen. Zur Einordnung:
- Für alle Reisenden: Hepatitis A. Hepatitis A und E können laut AA bei mangelnder Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene auch Reisende betreffen.
- Nach individueller Indikation: Hepatitis B, etwa bei längeren Aufenthalten oder wenn Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten möglich ist, zum Beispiel durch sexuelle Kontakte, Tätowierungen oder medizinische Behandlungen.
- Typhus: nur bei sehr einfachem Reisestil und engem Kontakt zur Bevölkerung. Typhus kommt laut AA selten vor.
- Standardimpfungen: Halten Sie die Impfungen nach STIKO-Kalender aktuell, dazu gehören etwa Tetanus, Diphtherie, Masern und je nach Alter weitere. Was Erwachsene brauchen, erklärt der Ratgeber Standardimpfungen für Erwachsene.
Für einen typischen Urlaub in Hotels und Resorts reicht bei vielen Reisenden der Blick in den Impfpass. Wer länger bleibt, in den Emiraten arbeitet oder anschließend weiterreist, sollte sich individuell beraten lassen.
Malaria, Mücken und Zecken
Weder das AA noch die WHO-Länderliste nennen für die VAE ein Malariarisiko, eine Malariavorsorge ist für die Emirate daher nicht vorgesehen. Krim-Kongo-Fieber kommt laut AA selten vor und wird durch Zecken übertragen. Schützen Sie sich bei Aufenthalten in der Natur, zum Beispiel bei Wüstentouren, vor Zecken und suchen Sie Ihren Körper danach sorgfältig ab.
MERS, Tiere und Schlangen
MERS (Middle East Respiratory Syndrome) wird nach derzeitigem Wissensstand über Kamele und den Konsum roher Kamelmilch übertragen. Meiden Sie deshalb engen Kontakt zu Kamelen, zum Beispiel auf Kamelmärkten, und trinken Sie keine rohe Kamelmilch. In einigen Regionen gibt es Giftschlangen. Nach einem Schlangenbiss begeben Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung, Gegengifte sind laut AA nur begrenzt erhältlich.
Was von der Reiseart abhängt
| Reiseart | Worauf es besonders ankommt |
|---|---|
| Städtereise Dubai oder Abu Dhabi | Hepatitis A, Hitze, Feinstaub in großen Städten |
| Badeurlaub | Sonnenschutz, Warnungen zu Stränden und Strömungen, tauchmedizinische Beratung vor dem Tauchen |
| Wüstentour | Zecken, Abstand zu Kamelen, keine rohe Kamelmilch, Schutz vor Hitze |
| Zwischenstopp, Weiterreise | Gelbfieber- und Impfregeln des Ziellandes prüfen |
| Langzeitaufenthalt, Arbeit | Hepatitis B besprechen, Krankenversicherung klären |
Hitze, Sonne, Luft und Hygiene
Die intensive Sonneneinstrahlung kann laut AA kurz- und langfristig Haut und Augen schädigen. Planen Sie Aktivitäten im Freien möglichst außerhalb der Mittagshitze und trinken Sie ausreichend. In großen Städten kann deutliche Feinstaubbelastung zu Beschwerden führen, das AA verweist auf Luftqualitätsdaten wie den World Air Quality Index. An Stränden, die mit Tierkot verunreinigt sind, besteht ein Risiko für parasitäre Hauterkrankungen.
Reisedurchfälle sind auch in den Emiraten häufig. Achten Sie auf Trinkwasser-, Lebensmittel- und Händehygiene. Vor einem Tauchurlaub sollten Sie sich laut AA tauchmedizinisch beraten und untersuchen lassen.
Medikamente und medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist laut AA insgesamt mit Deutschland vergleichbar. Trotzdem empfiehlt das AA eine ausreichende Reisekrankenversicherung mit medizinischer Evakuierung.
Besondere Sorgfalt gilt für Medikamente. Laut AA ist die Einfuhr einiger gängiger Medikamente oder ihrer Inhaltsstoffe ohne ärztliche Verschreibung verboten. Für Medikamente mit Betäubungsmitteln, psychotropen Wirkstoffen oder anderen kontrollierten Stoffen kann beim emiratischen Gesundheitsministerium eine Einfuhrerlaubnis beantragt werden. CBD-Öl und Lebensmittel mit Hanfgeschmack gelten als Drogen. Nehmen Sie regelmäßig benötigte Medikamente mit, lassen Sie sich deren Notwendigkeit auf Englisch ärztlich bescheinigen und fragen Sie im Zweifel bei der Botschaft der VAE nach.
Zeitplan: Wann Sie zur Beratung gehen sollten
Für die Emirate genügt oft eine kurze Beratung, bei der Ihr Impfpass geprüft wird. Nach STIKO und DTG sollten Reiseimpfungen spätestens zwei Wochen vor der Abreise abgeschlossen sein. Auch kurzfristig ist eine Beratung sinnvoll, mehr dazu im Ratgeber Last-Minute-Reise. Einen ersten Überblick gibt der Reiseimpf-Check, eine passende Praxis finden Sie im Verzeichnis für Reisemedizin.
Häufige Fragen zu Vereinigte Arabische Emirate
Brauche ich Impfungen für Dubai?
Vorgeschrieben ist bei direkter Einreise aus Deutschland keine Impfung. Das Auswärtige Amt empfiehlt als Reiseimpfung Hepatitis A. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihre Standardimpfungen nach STIKO-Kalender aktuell sind.
Wann verlangen die VAE einen Gelbfieber-Nachweis?
Wenn Sie aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder dort mehr als zwölf Stunden im Transit waren. Dann müssen laut Auswärtigem Amt alle Personen ab neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Gibt es in den Emiraten Malaria oder Dengue?
Weder das Auswärtige Amt noch die WHO-Länderliste nennen für die Vereinigten Arabischen Emirate ein Malariarisiko. Dengue führt das AA in seinen Gesundheitshinweisen für die Emirate nicht auf. Prüfen Sie bei Weiterreisen die Hinweise für Ihr nächstes Ziel.
Brauche ich für einen Zwischenstopp in Dubai Impfungen?
Bei Anreise aus Deutschland schreiben die Emirate keine Impfung vor. Wichtiger sind meist die Regeln Ihres Ziellandes: Führt die Reise weiter in ein Gelbfiebergebiet oder ein anderes Land mit eigenen Vorgaben, klären Sie diese gesondert.
Quellen
- Auswärtiges Amt: Vereinigte Arabische Emirate, Reise- und Sicherheitshinweise (Gesundheit, Einreise und Zoll) (Stand 2026-10)
- WHO: Countries with risk of yellow fever transmission and countries requiring yellow fever vaccination (Stand 2022-11)
- WHO: International Travel and Health, Country List (vaccination requirements and WHO recommendations) (Stand 2022-11)
- RKI: Epidemiologisches Bulletin 27/2026, Empfehlungen von STIKO und DTG zu Reiseimpfungen (Stand 2026-07)