Amerika und Karibik
Reiseimpfungen für Costa Rica: Gelbfieber-Regeln, Dengue und Malaria
Für Costa Rica gilt bei der Einreise: Sonderregeln, siehe Hinweis. Das Auswärtige Amt empfiehlt für alle Reisenden Hepatitis A, je nach Reiseart kommen weitere Impfungen hinzu. Malaria: Regional unterschiedlich.
Redaktion promovax.eu · Stand Okt. 2026 · Quellen: Auswärtiges Amt, WHO, DTG
Costa Rica auf einen Blick
Einreise: Gelbfieber-Nachweis
Sonderregeln, siehe Hinweis (ab 9 Monate)
Für die direkte Einreise aus Deutschland ist kein Nachweis nötig. Laut AA müssen Reisende ab neun Monaten eine Impfung nachweisen, wenn sie aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet (außer Argentinien und Panama), aus ganz Kolumbien, Ecuador, Peru, Trinidad und Tobago oder aus Tansania und Sambia einreisen; ein reiner Aufenthalt im Transitbereich zählt nicht.
Malaria
Regional unterschiedlich
Ganzjährig besteht ein mittleres Risiko im Norden der Provinz Alajuela an der Grenze zu Nicaragua sowie ein geringes Risiko in weiten Teilen von Alajuela und Limón und in Teilen von Puntarenas. San José und die übrigen Landesteile gelten als malariafrei. Von 2023 bis 2025 gab es laut AA Ausbrüche in mehreren Provinzen, schützen Sie sich daher vor Mückenstichen und besprechen Sie die Vorsorge ärztlich.
Weitere Gesundheitshinweise
- Seit Juli 2026 gibt es laut AA einen Chikungunya-Ausbruch im Nordwesten, die STIKO empfiehlt Personen ab 12 Jahren bei Reisen in Ausbruchsgebiete eine Impfung, lassen Sie sich dazu beraten.
- Dengue kann ganzjährig landesweit auftreten, eine Impfung ist nach individueller Beratung möglich.
- Zika-Infektionen kommen landesweit vor und sind besonders in der Schwangerschaft relevant.
- Das AA rät wegen Ciguatera, auf Seefisch und Meeresfrüchte zu verzichten.
Keine Dosierungen oder Impfschemata: Was für Sie infrage kommt, klärt die reisemedizinische Beratung.
Für eine Reise direkt aus Deutschland nach Costa Rica sind keine Impfungen vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden eine Impfung gegen Hepatitis A und aktuelle Standardimpfungen, bei längeren Aufenthalten oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B und Tollwut. Ein Gelbfieber-Nachweis ist nur nötig, wenn Sie aus bestimmten Ländern Südamerikas oder Afrikas einreisen. Im Vordergrund steht der Mückenschutz: Dengue und Zika kommen landesweit vor, im Nordwesten gibt es einen Chikungunya-Ausbruch, Malaria tritt regional auf.
Einreise und Gelbfieber
In Costa Rica wird laut WHO kein Gelbfieber übertragen. Trotzdem gibt es eine Nachweispflicht für bestimmte Reisende: Laut Auswärtigem Amt müssen Personen ab neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen, wenn sie aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen. Ausgenommen sind Argentinien und Panama. Ausdrücklich genannt werden ganz Kolumbien, Ecuador, Peru, Trinidad und Tobago sowie Tansania und Sambia. Ein reiner Aufenthalt im Transitbereich eines Flughafens zählt nicht.
Das betrifft vor allem Rundreisen durch Mittel- und Südamerika. Wer zum Beispiel erst Kolumbien und dann Costa Rica besucht, braucht den Nachweis bei der Einreise, auch wenn er in Kolumbien nur Städte ohne Gelbfieberrisiko besucht hat. Die Impfung gibt es nur bei zugelassenen Impfstellen, der Schutz gilt ab dem zehnten Tag. Details im Ratgeber Gelbfieberimpfung.
Empfohlene Impfungen nach Reiseart
Costa Rica ist ein beliebtes Ziel für Natur- und Rundreisen mit Regenwald, Vulkanen und Nationalparks sowie für Badeurlaub an der Pazifik- und Karibikküste. Viele Reisende sind mit dem Mietwagen unterwegs und verbringen viel Zeit im Freien. Die Übersichtstabelle auf dieser Seite zeigt die Einstufung des Auswärtigen Amtes.
| Reiseart | Typische Fragen für die Beratung |
|---|---|
| Badeurlaub an Pazifik oder Karibik | Hepatitis A, Standardimpfungen, Mückenschutz am Tag |
| Natur-Rundreise mit Mietwagen | Dengue und Chikungunya, Malaria je nach Region |
| Reise in den Norden, Grenzgebiet zu Nicaragua | Malaria-Vorsorge, Chikungunya-Ausbruch |
| Freiwilligenarbeit, Farmaufenthalt | Tollwut, Hepatitis B, Tierkontakt |
| Weiterreise aus Südamerika | Gelbfieber-Nachweis für die Einreise |
Für alle Reisenden
Hepatitis A wird über verunreinigte Lebensmittel und Wasser übertragen und ist laut Auswärtigem Amt für jede Reise nach Costa Rica empfohlen. Prüfen Sie außerdem Ihre Standardimpfungen nach dem STIKO-Impfkalender.
Bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition
Hepatitis B und Tollwut empfiehlt das Auswärtige Amt bei längeren Aufenthalten oder besonderer Exposition. Tollwut wird in Costa Rica vor allem durch Hunde übertragen. Impfstoffe und Immunglobuline sind laut AA im Land nur begrenzt erhältlich, was eine vorbeugende Impfung für Reisende mit Tierkontakt wichtiger macht. Eine erste Orientierung bietet der Reiseimpf-Check.
Dengue, Chikungunya und Zika
Dengue kann laut Auswärtigem Amt ganzjährig im ganzen Land auftreten. Die Dengue-Impfung empfiehlt die STIKO derzeit nur Personen ab vier Jahren, die bereits eine labordiagnostisch gesicherte Dengue-Infektion hatten.
Seit Juli 2026 meldet das AA einen Chikungunya-Ausbruch im Nordwesten des Landes. Die STIKO empfiehlt Personen ab 12 Jahren, die in ein Gebiet mit aktuellem Ausbruch reisen, eine Chikungunya-Impfung. Weil sich Ausbruchslagen schnell ändern, prüfen Sie den aktuellen Stand kurz vor der Reise. Zika kommt landesweit vor und ist besonders in der Schwangerschaft relevant. Alle drei Viren werden von tagaktiven Mücken übertragen, Schutz brauchen Sie also auch tagsüber. Mehr im Ratgeber Dengue, Chikungunya, Zika.
Malaria in Costa Rica
Laut DTG-Ländertabelle 2026 und Auswärtigem Amt besteht ganzjährig ein mittleres Malariarisiko im Norden der Provinz Alajuela an der Grenze zu Nicaragua. Ein geringes Risiko gilt in weiten Teilen von Alajuela und Limón sowie in Teilen von Puntarenas. San José und die übrigen Landesteile gelten als malariafrei. Von 2023 bis 2025 gab es laut AA Ausbrüche in mehreren Provinzen. Schützen Sie sich in der Dämmerung und nachts vor Mückenstichen und besprechen Sie ärztlich, ob für Ihre Route eine Vorsorge oder ein Notfallmedikament sinnvoll ist. Mehr dazu im Ratgeber Malaria.
Hygiene, Meeresfrüchte und Natur
Achten Sie auf Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene, waschen Sie sich häufig die Hände und essen Sie bevorzugt gekochte oder geschälte Speisen. Das Auswärtige Amt rät außerdem, wegen Ciguatera auf Seefisch und Meeresfrüchte zu verzichten. Diese Fischvergiftung entsteht durch Algengifte, die sich durch Kochen nicht zerstören lassen.
In ländlichen Gebieten gibt es Giftschlangen. Tragen Sie bei Wanderungen festes Schuhwerk und lange Hosen und bleiben Sie auf den Wegen.
Tollwut und Tierkontakt
Meiden Sie den Kontakt zu streunenden Hunden und Wildtieren, auch zu Affen. Nach einem Biss, einem Kratzer oder dem Belecken verletzter Haut waschen Sie die Stelle sofort mindestens 15 Minuten mit Seife und Wasser aus und suchen umgehend ärztliche Hilfe, auch wenn Sie geimpft sind. Mehr dazu unter Tollwut auf Reisen.
Medizinische Versorgung vor Ort
Im Großraum San José ist die Versorgung laut Auswärtigem Amt gut. Privatkliniken sind aber sehr teuer, und ohne Kostenübernahme wird die Behandlung teils verweigert, auch von privaten Rettungsdiensten. Eine Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransport ist daher ratsam.
Wann Sie zur Beratung gehen sollten
Laut STIKO und DTG sollten Reiseimpfungen spätestens zwei Wochen vor Reisebeginn abgeschlossen sein. Für den Gelbfieber-Nachweis bei der Einreise aus Südamerika gilt zusätzlich die Frist von zehn Tagen nach der Impfung. Sprechen Sie in der Beratung Ihre gesamte Route an, damit keine Nachweispflicht übersehen wird. Praxen finden Sie unter Reisemedizin.
Häufige Fragen zu Costa Rica
Brauche ich für Costa Rica eine Gelbfieberimpfung?
Bei direkter Anreise aus Deutschland nicht. Laut Auswärtigem Amt müssen Reisende ab neun Monaten aber eine Impfung nachweisen, wenn sie aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet (außer Argentinien und Panama), aus ganz Kolumbien, Ecuador, Peru, Trinidad und Tobago oder aus Tansania und Sambia kommen.
Gibt es in Costa Rica Malaria?
Ja, regional. Laut DTG und Auswärtigem Amt besteht ein mittleres Risiko im Norden der Provinz Alajuela an der Grenze zu Nicaragua und ein geringes Risiko in Teilen von Alajuela, Limón und Puntarenas. San José gilt als malariafrei, die Vorsorge besprechen Sie am besten ärztlich.
Ist eine Chikungunya-Impfung für Costa Rica sinnvoll?
Seit Juli 2026 meldet das Auswärtige Amt einen Chikungunya-Ausbruch im Nordwesten des Landes. Die STIKO empfiehlt Personen ab 12 Jahren bei Reisen in Gebiete mit aktuellem Ausbruch eine Impfung. Ob das für Ihre Route gilt, klärt die reisemedizinische Beratung.
Quellen
- Auswärtiges Amt: Costa Rica, Reise- und Sicherheitshinweise (Gesundheit) (Stand unverändert gültig seit 14.08.2026)
- WHO: Countries with risk of yellow fever transmission and countries requiring yellow fever vaccination (Stand 2022, revidiert 2023)
- DTG: Empfehlungen zur Malariaprävention 2026, Ländertabelle (Stand Juni 2026)
- RKI: Epidemiologisches Bulletin 27/2026, Reiseimpfempfehlungen von STIKO und DTG (Stand 02.07.2026)