Amerika und Karibik
Reiseimpfungen für Mexiko: empfohlene Impfungen, Dengue und Malaria
Für Mexiko gilt bei der Einreise: Kein Nachweis vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt für alle Reisenden Hepatitis A, je nach Reiseart kommen weitere Impfungen hinzu. Malaria: Geringes Risiko.
Redaktion promovax.eu · Stand Okt. 2026 · Quellen: Auswärtiges Amt, WHO, DTG
Mexiko auf einen Blick
Einreise: Gelbfieber-Nachweis
Kein Nachweis vorgeschrieben
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind laut AA keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, und Mexiko ist in der WHO-Liste weder als Gelbfieber-Risikogebiet noch mit einer Nachweispflicht aufgeführt. Eine Gelbfieberimpfung ist nur dann ein Thema, wenn Sie Mexiko mit Reisen in Risikoländer kombinieren.
Malaria
Geringes Risiko
Laut AA und DTG besteht ganzjährig ein geringes Risiko für Malaria tertiana im Bundesstaat Chiapas, in einzelnen Gebieten von Campeche, Chihuahua, Sinaloa, Tabasco und Veracruz sowie um San Pedro Tapanatepec und Juchitán de Zaragoza in Oaxaca. Die übrigen Landesteile gelten als malariafrei. Im Vordergrund steht konsequenter Mückenschutz, weitere Vorsorge besprechen Sie bei Bedarf ärztlich.
Weitere Gesundheitshinweise
- Dengue wird in vielen Landesteilen übertragen und betrifft zunehmend auch Reisende, eine Impfung ist verfügbar.
- Zika-Infektionen kommen vor und sind besonders in der Schwangerschaft relevant.
- Chikungunya-Fieber wird von tagaktiven Mücken übertragen, Mückenschutz am Tag ist daher wichtig.
- Durchfallerkrankungen sind häufig, das AA rät, kein Leitungswasser zu trinken.
- Vor allem in Mexiko-Stadt kann die Luftverschmutzung hoch sein.
Keine Dosierungen oder Impfschemata: Was für Sie infrage kommt, klärt die reisemedizinische Beratung.
Für Mexiko ist bei direkter Einreise aus Deutschland keine Impfung vorgeschrieben, und das Land ist kein Gelbfieber-Risikogebiet. Das Auswärtige Amt (AA) empfiehlt allen Reisenden die Impfung gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition zusätzlich Dengue, Hepatitis B, Typhus und Tollwut. Wichtiger als jede Impfung ist für die meisten Urlaubsreisen ein guter Mückenschutz am Tag, denn Dengue, Zika und Chikungunya kommen in vielen Landesteilen vor.
Einreise: Keine Pflichtimpfungen
Laut AA sind für die direkte Einreise aus Deutschland keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. In der Gelbfieber-Liste der WHO ist Mexiko weder als Risikogebiet noch als Land mit Nachweispflicht aufgeführt. Ein Thema wird Gelbfieber erst, wenn Sie Mexiko mit Ländern kombinieren, in denen ein Übertragungsrisiko besteht oder ein Nachweis verlangt wird. Hintergründe erklärt der Ratgeber Gelbfieberimpfung. Viele Reisende verbinden Mexiko mit der Karibik, die Hinweise für Kuba und die Dominikanische Republik finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten.
Empfohlene Impfungen laut Auswärtigem Amt
Die Tabelle oben auf dieser Seite zeigt die Empfehlungen im Überblick. Hier die Einordnung:
- Für alle Reisenden: Hepatitis A.
- Bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition: Dengue, Hepatitis B, Typhus und Tollwut.
- Standardimpfungen: Prüfen Sie Ihre Impfungen nach dem STIKO-Impfkalender. Das AA hebt einen ausreichenden Masernschutz ausdrücklich hervor.
Was für Ihre Reise als besondere Exposition gilt, zum Beispiel Rucksackreisen mit einfachen Unterkünften, längere Aufenthalte auf dem Land oder Kontakt zu Tieren, schätzt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ein. Bei der Dengue-Impfung gilt in Deutschland eine Einschränkung: Die STIKO empfiehlt sie nur Personen, die nachweislich schon einmal eine Dengue-Infektion hatten. Eine Cholera-Impfung ist laut AA nur sehr selten angezeigt, in der Regel bei besonderer Exposition wie der Arbeit mit Cholera-Erkrankten.
Dengue, Zika und Chikungunya: Schutz am Tag
Dengue-Viren werden laut AA in vielen Teilen des Landes durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen und betreffen zunehmend auch Reisende. Meist verläuft die Erkrankung mit Fieber, Hautausschlag und starken Gliederschmerzen, Komplikationen sind bei Reisenden selten. Eine spezifische Therapie gibt es nicht. Auch Chikungunya und Zika werden von tagaktiven Mücken übertragen. Zika kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen, Schwangere sollten sich deshalb vor der Reise gezielt beraten lassen.
Da die Überträger tagsüber stechen, reicht ein Moskitonetz in der Nacht allein nicht aus. Tragen Sie lange, helle Kleidung, nutzen Sie Mückenschutzmittel und bevorzugen Sie Unterkünfte mit Klimaanlage oder Fliegengittern. Mehr dazu im Ratgeber Dengue und Mückenschutz. Auch Leishmaniose kommt laut AA in vielen Landesteilen vor und wird ebenfalls durch Mücken übertragen.
Malaria: Geringes Risiko in wenigen Regionen
In Mexiko kommt laut AA ausschließlich Malaria tertiana vor. Ein ganzjährig geringes Risiko besteht nur in bestimmten Gebieten, der Rest des Landes gilt als malariafrei.
| Risiko | Gebiete laut AA und DTG |
|---|---|
| Gering | Bundesstaat Chiapas, einige Gebiete in Campeche, Chihuahua, Sinaloa, Tabasco und Veracruz, Region um San Pedro Tapanatepec und Juchitán de Zaragoza in Oaxaca |
| Malariafrei | alle übrigen Landesteile |
Für Reisen in diese Gebiete steht konsequenter Mückenschutz tagsüber und nachts im Vordergrund. Ob darüber hinaus Vorsorge sinnvoll ist, besprechen Sie ärztlich. Fieber nach der Rückkehr sollten Sie immer abklären lassen und dabei auf die Reise hinweisen. Grundlagen erklärt der Ratgeber Malaria-Schutz.
Was von der Reiseart abhängt
| Reiseart | Worauf es besonders ankommt |
|---|---|
| Strandurlaub Cancún, Riviera Maya | Hepatitis A, Mückenschutz am Tag, Lebensmittel- und Wasserhygiene |
| Rundreise Yucatán, Chiapas | geringes Malariarisiko in Chiapas und Teilen von Campeche, Dengue, Hygiene unterwegs |
| Städtereise Mexiko-Stadt | Luftverschmutzung, Hygiene, Dengue in anderen Landesteilen |
| Backpacking, Langzeitaufenthalt | Hepatitis B, Typhus, Tollwut, einfache Unterkünfte mit Bettnetz |
Hygiene, Wasser und Tiere
Durchfallerkrankungen sind laut AA häufige Reiseerkrankungen. Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser, und nutzen Sie es möglichst auch zum Zähneputzen. Kochen oder schälen Sie Lebensmittel selbst, halten Sie Fliegen vom Essen fern und waschen Sie sich häufig die Hände. So lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden.
Leptospirose kann ganzjährig vereinzelt über Wasser übertragen werden, das mit Ausscheidungen von Nagetieren verunreinigt ist. In einfachen ländlichen Unterkünften können Raubwanzen die Chagas-Krankheit übertragen, das Risiko für Reisende ist laut AA aber sehr gering, ein Bettnetz schützt. Halten Sie Abstand zu streunenden Hunden und anderen Tieren. Nach einem Biss oder Kratzer waschen Sie die Wunde gründlich mit Seife aus und suchen umgehend ärztliche Hilfe, Details im Ratgeber Tollwut auf Reisen.
Medizinische Versorgung vor Ort
Die Gesundheitsversorgung ist laut AA vor allem in ländlichen Gebieten häufig nicht mit deutschen Standards vergleichbar, planbare Eingriffe sollten Sie in Deutschland durchführen lassen. Behandlungen und Medikamente müssen insbesondere im privaten Sektor meist sofort bezahlt werden, private Krankenhäuser und Ärzte verlangen in aller Regel Vorkasse. Schließen Sie eine Auslandskranken- und Rückholversicherung ab, führen Sie den Nachweis mit und achten Sie auf einen ausreichenden Kreditrahmen für Vorauszahlungen. Eine gut sortierte Reiseapotheke gehört ins Gepäck.
Zeitplan: Wann Sie zur Beratung gehen sollten
Planen Sie die Impfberatung mit einigen Wochen Vorlauf, vor allem wenn Sie länger bleiben oder abseits der Touristenzentren reisen. Nach STIKO und DTG sollten Reiseimpfungen spätestens zwei Wochen vor der Abreise abgeschlossen sein. Einen ersten Überblick gibt Ihnen der Reiseimpf-Check. Eine reisemedizinische Praxis in Ihrer Nähe finden Sie im Verzeichnis für Reisemedizin.
Häufige Fragen zu Mexiko
Brauche ich für Mexiko eine Gelbfieberimpfung?
Nein, für die direkte Einreise aus Deutschland ist laut Auswärtigem Amt keine Impfung vorgeschrieben, und die WHO führt Mexiko weder als Risikogebiet noch mit einer Nachweispflicht. Relevant wird Gelbfieber nur, wenn Sie Mexiko mit Reisen in Risikoländer kombinieren.
Gibt es in Cancún oder auf Yucatán Malaria?
Laut Auswärtigem Amt und DTG besteht nur in einzelnen Regionen ein geringes Risiko, darunter Chiapas und einige Gebiete von Campeche, Tabasco und Veracruz. Der Bundesstaat Quintana Roo mit Cancún und der Riviera Maya gehört nicht dazu. Mückenschutz bleibt wegen Dengue trotzdem wichtig.
Sollte ich mich gegen Dengue impfen lassen?
Das Auswärtige Amt nennt die Dengue-Impfung für Langzeitaufenthalte oder besondere Exposition. Die STIKO empfiehlt sie in Deutschland nur Personen mit nachgewiesener früherer Dengue-Infektion. Ob das auf Sie zutrifft, klären Sie in der reisemedizinischen Beratung.
Wann sollte ich mich vor einer Mexiko-Reise beraten lassen?
Möglichst einige Wochen vorher. STIKO und DTG empfehlen, Reiseimpfungen spätestens zwei Wochen vor der Abreise abzuschließen. Prüfen Sie dabei auch Ihre Standardimpfungen, besonders den Masernschutz.
Quellen
- Auswärtiges Amt: Mexiko, Reise- und Sicherheitshinweise (Gesundheit) (Stand 2026-10)
- WHO: Countries with risk of yellow fever transmission and countries requiring yellow fever vaccination (Stand 2022-11)
- DTG: Empfehlungen zur Malariaprävention 2026 (Stand 2026)
- RKI: Epidemiologisches Bulletin 27/2026, Empfehlungen von STIKO und DTG zu Reiseimpfungen (Stand 2026-07)