Amerika und Karibik
Reiseimpfungen für Kuba: empfohlene Impfungen, Dengue und medizinische Versorgung
Für Kuba gilt bei der Einreise: Nachweis nur bei Einreise aus Gelbfiebergebiet. Das Auswärtige Amt empfiehlt für alle Reisenden Hepatitis A, je nach Reiseart kommen weitere Impfungen hinzu. Malaria: Kein bekanntes Risiko.
Redaktion promovax.eu · Stand Okt. 2026 · Quellen: Auswärtiges Amt, WHO, DTG
Kuba auf einen Blick
Einreise: Gelbfieber-Nachweis
Nachweis nur bei Einreise aus Gelbfiebergebiet (ab 9 Monate)
Für die direkte Einreise aus Deutschland ist laut AA keine Impfung vorgeschrieben. Laut WHO verlangt Kuba aber ab einem Alter von neun Monaten einen Gelbfieber-Impfnachweis von Reisenden, die aus einem Risikoland kommen oder dort mehr als zwölf Stunden im Transit waren; Kuba selbst ist kein Risikogebiet.
Malaria
Kein bekanntes Risiko
Das AA nennt für Kuba kein Malariarisiko, und in der Länderliste der DTG ist Kuba nicht als Malariagebiet aufgeführt. Mückenschutz bleibt wegen Dengue, Chikungunya, Zika und Oropouche-Fieber trotzdem wichtig, zumal Mückenschutzmittel vor Ort oft nicht erhältlich sind.
Weitere Gesundheitshinweise
- Dengue wird ganzjährig übertragen, besonders in der Regenzeit, eine Impfung ist verfügbar.
- Oropouche-Fieber wird vor allem abends und nachts übertragen, das AA rät Schwangeren von nicht notwendigen Reisen ab.
- Chikungunya-Fieber kommt vor, zu einer Impfung sollten Sie sich individuell beraten lassen.
- Seit 2012 werden aus mehreren Provinzen, darunter Havanna, vereinzelt Cholerafälle auch bei Touristen gemeldet.
- Wegen der Energiekrise und großer Engpässe bei Medikamenten ist eine Notfallversorgung laut AA nicht gesichert.
Keine Dosierungen oder Impfschemata: Was für Sie infrage kommt, klärt die reisemedizinische Beratung.
Für Kuba ist bei direkter Einreise aus Deutschland keine Impfung vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt (AA) empfiehlt die Impfung gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition zusätzlich Chikungunya, Dengue, Hepatitis B, Typhus und Tollwut. Wichtig vorab: Das AA rät derzeit dringend von Reisen nach Kuba ab, weil eine schwere Energiekrise die medizinische Versorgung und mögliche Rücktransporte stark einschränkt.
Aktuelle Lage: Dringende Abratung des AA
Kuba ist laut AA von einer akuten Energiekrise betroffen. Geplante Stromabschaltungen von bis zu 20 Stunden täglich sind die Regel, auch die Versorgung mit Leitungswasser, Lebensmitteln und Medikamenten ist eingeschränkt. Nach Einschätzung des AA kann man im Notfall nicht davon ausgehen, eine medizinische Versorgung zu erhalten, und Rücktransporte nach Deutschland sind derzeit nicht sichergestellt. Viele Airlines haben ihre Flüge reduziert oder eingestellt.
Reisenden mit Vorerkrankungen empfiehlt das AA ausdrücklich, Reisen nach Kuba sehr kritisch zu überdenken. Wer dennoch reisen muss, sollte regelmäßig benötigte Medikamente und eine Notausstattung mit Verbandsmaterial in ausreichender Menge mitnehmen. Seit Juni 2026 sind Zahlungen mit gängigen Kreditkarten laut AA nicht mehr möglich, planen Sie daher ausreichend Bargeld ein. Die Lage kann sich schnell ändern, prüfen Sie die Hinweise des AA kurz vor der Abreise erneut.
Einreise: Gelbfieber-Nachweis und Krankenversicherung
Bei direkter Einreise aus Deutschland ist laut AA keine Impfung vorgeschrieben. Nach der Länderliste der WHO verlangt Kuba aber ab einem Alter von neun Monaten einen Gelbfieber-Impfnachweis von Reisenden, die aus einem Land mit Gelbfieber-Übertragungsrisiko kommen oder dort mehr als zwölf Stunden im Transit verbracht haben. Kuba selbst ist kein Risikogebiet. Relevant ist das vor allem, wenn Sie vorher in Südamerika unterwegs waren. Mehr dazu im Ratgeber Gelbfieberimpfung.
Außerdem müssen Sie bei der Einreise einen für Kuba gültigen Krankenversicherungsschutz für die gesamte Aufenthaltsdauer nachweisen. Laut AA akzeptieren kubanische Stellen nicht alle Anbieter von Krankenrücktransporten. Fragen Sie deshalb vor der Reise bei Ihrer Versicherung nach, ob eine entsprechende Vereinbarung mit Kuba besteht.
Empfohlene Impfungen laut Auswärtigem Amt
Die Tabelle oben auf dieser Seite fasst die Empfehlungen zusammen:
- Für alle Reisenden: Hepatitis A.
- Bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition: Chikungunya, Dengue, Hepatitis B, Typhus und Tollwut.
- Standardimpfungen: Prüfen Sie Ihre Impfungen nach dem STIKO-Impfkalender. Das AA hebt einen ausreichenden Masernschutz hervor.
Bei Tollwut ist zu beachten, dass eine Nachbehandlung nach einem Biss laut AA im Land nicht sicher verfügbar ist. Wer lange bleibt, sollte die Impfung vor der Reise ärztlich besprechen. Die Dengue-Impfung empfiehlt die STIKO nur Personen, die nachweislich schon eine Dengue-Infektion hatten. Eine Cholera-Impfung ist laut AA nur sehr selten angezeigt, etwa bei Arbeit mit Cholera-Erkrankten.
Mücken: Dengue, Oropouche, Chikungunya und Zika
Ein Malariarisiko nennt das AA für Kuba nicht, und in der Länderliste der DTG ist Kuba nicht als Malariagebiet aufgeführt. Von Mücken übertragene Viruserkrankungen spielen dagegen eine große Rolle:
| Erkrankung | Hinweise laut AA |
|---|---|
| Dengue | ganzjährig, besonders in der Regenzeit, tagaktive Mücken |
| Chikungunya | tagaktive Mücken, zur Impfung individuell beraten lassen |
| Zika | in der Schwangerschaft riskant für das Kind |
| Oropouche-Fieber | vor allem abends und nachts übertragen, weder Impfung noch Therapie, Schwangere sollen nicht notwendige Reisen meiden |
Da die Überträger zu unterschiedlichen Tageszeiten stechen, brauchen Sie Schutz rund um die Uhr: lange Kleidung, Mückenschutzmittel und nachts ein Bettnetz. Mückenschutzmittel sind laut AA vor Ort oft nicht erhältlich, nehmen Sie genug von zu Hause mit. Tipps finden Sie im Ratgeber Dengue und Mückenschutz.
Hygiene, Wasser und Lebensmittel
Durchfallerkrankungen sind häufig. Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser, und verwenden Sie es auch zum Zähneputzen. Kochen oder schälen Sie Lebensmittel, halten Sie Fliegen fern und waschen Sie sich oft die Hände. Seit 2012 meldet das AA vereinzelte Cholerafälle, auch bei Touristen, vor allem aus Havanna, Guantánamo, Santiago de Cuba, Granma, Camagüey und Cienfuegos. Gute Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene schützt davor. Von April bis September besteht beim Verzehr tropischer Meeresfische zudem ein Risiko für Ciguatera, beachten Sie lokale Warnungen.
Tiere und Tollwut
Tollwut kann in Kuba laut AA meist über Hunde, Katzen oder Fledermäuse übertragen werden. Meiden Sie Kontakt zu streunenden Tieren. Nach einem Biss, Kratzer oder Kontakt von Speichel mit Wunden oder Schleimhäuten waschen Sie die Stelle gründlich mit Seife aus und suchen sofort ärztliche Hilfe. Weil die Nachbehandlung im Land laut AA nicht sicher verfügbar ist, sollten Sie vorab klären, wie Sie im Ernstfall vorgehen. Mehr im Ratgeber Tollwut auf Reisen.
Medizinische Versorgung vor Ort
Ausländer werden in Kuba in speziellen Ausländerkrankenhäusern oder Ausländerabteilungen behandelt, die Kosten können über deutschem Niveau liegen. Ein verlässliches Rettungssystem gibt es laut AA nicht. Viele in Deutschland übliche Medikamente, Apothekenartikel und Hygieneprodukte sind nicht verfügbar. Packen Sie deshalb eine großzügige Reiseapotheke und schützen Sie sie unterwegs vor Hitze.
Was von der Reiseart abhängt
| Reiseart | Worauf es besonders ankommt |
|---|---|
| Badeurlaub, Pauschalreise | Hepatitis A, Mückenschutz, Hygiene, Rückreise mit dem Veranstalter klären |
| Rundreise Havanna, Trinidad | Mückenschutz rund um die Uhr, Trinkwasser, Bargeld und Medikamente |
| Individualreise, Casas particulares | Hygiene, Reiseapotheke, eigenständige Umbuchungen bei Flugausfällen |
| Langzeitaufenthalt | Hepatitis B, Typhus, Tollwut, Chikungunya und Dengue individuell abwägen |
Wenn Sie Kuba mit anderen Zielen in der Region verbinden, beachten Sie auch die Hinweise für Mexiko und die Dominikanische Republik.
Zeitplan: Wann Sie zur Beratung gehen sollten
Lassen Sie sich frühzeitig beraten, besonders bei Vorerkrankungen. Nach STIKO und DTG sollten Reiseimpfungen spätestens zwei Wochen vor der Abreise abgeschlossen sein. Einen ersten Überblick gibt der Reiseimpf-Check, passende Praxen finden Sie im Verzeichnis für Reisemedizin.
Häufige Fragen zu Kuba
Brauche ich für Kuba eine Gelbfieberimpfung?
Bei direkter Einreise aus Deutschland nicht. Laut WHO verlangt Kuba aber ab einem Alter von neun Monaten einen Nachweis von Reisenden, die aus einem Gelbfieber-Risikoland kommen oder dort länger als zwölf Stunden im Transit waren. Kuba selbst ist kein Risikogebiet.
Kann ich trotz Reisewarnung nach Kuba reisen?
Das Auswärtige Amt rät derzeit dringend von Reisen nach Kuba ab, eine Notfallversorgung und Rücktransporte sind nicht gesichert. Reisende mit Vorerkrankungen sollen ihre Pläne laut AA sehr kritisch überdenken. Prüfen Sie die aktuellen Hinweise kurz vor der Abreise.
Gibt es auf Kuba Malaria?
Das Auswärtige Amt nennt für Kuba kein Malariarisiko, und die DTG führt Kuba nicht als Malariagebiet. Mückenschutz bleibt wegen Dengue, Chikungunya, Zika und Oropouche-Fieber trotzdem wichtig.
Brauche ich für Kuba eine Krankenversicherung?
Ja. Laut Auswärtigem Amt müssen Reisende bei der Einreise einen für Kuba gültigen Krankenversicherungsschutz für die gesamte Aufenthaltsdauer nachweisen. Klären Sie zudem mit Ihrer Versicherung, ob deren Rücktransport-Dienstleister von Kuba akzeptiert wird.
Quellen
- Auswärtiges Amt: Kuba, Reise- und Sicherheitshinweise (Aktuelles, Gesundheit) (Stand 2026-10)
- WHO: Countries with risk of yellow fever transmission and countries requiring yellow fever vaccination (Stand 2022-11)
- DTG: Empfehlungen zur Malariaprävention 2026 (Stand 2026)
- RKI: Epidemiologisches Bulletin 27/2026, Empfehlungen von STIKO und DTG zu Reiseimpfungen (Stand 2026-07)